Montag, 16. November 2015

Laub - ein Segen für den Garten und Winterquartier für den Igel

Da bin ich wieder!
Meine längere Blogpause möchte ich hiermit beenden und mit einem Beitrag, der mir sehr am Herzen liegt, beginnen. 

Laub gibt es jetzt in Hülle und Fülle und wird mitunter als "Gold" des Gärtners bezeichnet. 
Laub ist sehr wertvoll für den Garten und findet vielerlei Verwendung. 
als Abdeckmaterial für Baumscheiben;
als Füllmaterial für den Mischkompost;
als Winterschutz für frostempfindliche Pflanzen;
für die Bodenbedeckung von Sträuchern und Hecken;
zum Mulchen von Beerensträuchern;
zum Abdecken von Gemüse- und Hügelbeeten;
als Winterquartier für Igel und andere Nützlinge.

Unsere Linde versorgt uns mit ausreichend Material, was ich inzwischen im Garten untergebracht habe.



Außerdem liebe ich es, durch raschelndes Laub zu stapfen und es fällt mir am Anfang oft schwer den Rechen in Betrieb zu nehmen.



Der Gemüsegarten bekommt eine schützende Decke...




...und auch das Hochbeet wird gut eingepackt.



"Hallo, hier ist noch ein freies Winterquartier zu haben!"
Ich hoffe sehr, dass von unserer Igelfamilie wenigstens einer bei uns einziehen wird.



Man kann so ein Winterquartier mit sehr viel Aufwand betreiben. Muss es aber nicht!
Es genügt ein großer, trockener  Laubhaufen!
Ich hab noch einen überdachten Eingang im Angebot.



Damit das Laub nicht vom Winde weggeweht werden kann, genügt es, wenn man ein paar Fichtenzweige darüber legt.
Wer ein Igelhäuschen einbauen möchte, sollte das Innere mit Stroh oder Laub auspolstern.
Keinesfalls mit Heu, denn das fault sehr schnell, wenn es feucht wird.



Hier habe ich einen weiteren Laubhaufen aufgeschüttet.



Und das war im Sommer die Kinderstube unserer Igelfamilie.
Unter den verwelkten Blättern des Rhabarber hatte sich Mutter Igel eine kuschelige Wohnung eingerichtet.
Links unten im Bild ist gerade ein Junges, welches die nähere Umgebung erkundet, zu sehen.



Eine Nachtaufnahme.
Da die Igelkinder bald sich selbst überlassen werden, konnten wir sie nicht lange beobachten.
Einige Abende konnten wir noch das Rascheln hören, wenn sie durch den Garten gestreift sind, aber dann waren sie plötzlich nicht mehr da.....



....und so hoffe ich, dass sich im nächsten Jahr wieder einige bei uns blicken lassen.
 


Ein putziges Kerlchen.... und muss schon alleine für sich sorgen.
Es war Spätsommer und ich denke, dass er sich noch genügend Speck angefuttert hat.



Sie wollen´s alle noch einmal wissen!
Chrysanthemen, die erst sehr spät zum Blühen kamen und jetzt ihre ganze Pracht zeigen.



Die Letzten ihrer Art.



Viel zu früh!



Auch diese Herbstaster hat viel zu spät zum Blühen angefangen und wird jetzt wohl bald dem angekündigten Nachtfrost zum Opfer fallen.



Die Mozartrose hat uns sehr viel Freude gemacht.
Sie hat unermüdlich den ganzen Sommer geblüht und erfreut uns noch immer mit buschigen Blütendolden.



Christrosen lieben kalkhaltigen Boden.
Das wusste ich bisher nicht und habe sie immer falsch behandelt und sie hatten immer schwarzfleckige Blätter und schlecht geblüht.
Dieses Jahr nun habe ich sie mit Eierschalen versorgt und kalkhaltigem Wasser gegossen......und siehe da!!!
Sie lieben ansonsten Halbschatten und stehen gerne unter/hinter Laubhecken.


Das war´s für heute!
Im nächsten Beitrag werde ich euch zeigen, warum ich so lange nicht´s hab hören lassen.
Mir war der Beitrag mit dem Laub und Igel wichtig und deshalb habe ich den vorgezogen.
Bin eh schon reichlich spät dran!

Ich wünsche euch allen eine gute Woche!





Kommentare:

  1. Hallo liebe Helge,
    schön wieder etwas von dir und deinem Garten zu hören.
    Du hast ja echt noch viele schöne Blüten im Garten. Hoffentlich wartet der Frost noch etwas, damit du sie noch eine Weile genießen kannst.
    Ich freue mich, dass du deine Blogpause beendet hast und auf viele neue interessante Beiträge von dir.
    Viele Grüße Doris

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    1. Liebe Doris,
      ein Regentag, der so dringend nötig ist, beschert mir eine unfreiwillige Pause im Haus.
      Noch habe ich zu tun im Garten, aber es ist nun alles nicht mehr so wichtig und ich könnte es auch sein lassen.
      Der Gemüsegarten ist winterfest gemacht und das Laub ist auf den Beeten und unter den Sträuchern verteilt.
      Die Blumen verabschieden sich nun ziemlich schnell und wahrscheinlich werden bald nur noch die Christrosen die Stellung halten.
      Danke für Deinen Kommentar und ich denke, dass ich jetzt wieder öfter einen Beitrag bringen kann.
      Liebe Grüße aus Franken schickt Dir,
      Helge

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  2. Das sind ja zauberhafte Bilder! Und deine Gartenbewohner werden dich lieben, für all das Laub. Ja, auch ich mag es sehr, wenn es so raschelt beim Gehen. Der Kranz ist ganz einfach. Hast du denn auf Living & Green die Anleitung angeschaut? Da wirst du sehen, dass du das bestimmt noch viel besser hinbekommst als ich.
    Hab eine wundervolle Zeit
    Elisabeth

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    1. ....ich habe meine Zweifel, dass ich das so toll hin kriege! Schaue mir aber gleich die Anleitung auf Living & Green an.....und morgen wird der Wald "geplündert!"
      Wünsche Dir eine schöne Woche und weitere gute Ideen.
      Gruß, Helge

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  3. Wie schön, wieder hier zu Neues zu lesen. Und wie ich sehe, ist dein Garten auch nicht von Blättern befreit. Ich sammel sie und werfe die Blätter auch auf die Beete. Der Boden ist im Frühjahr unter schützenden Blätterdecke wunderbar krümmelig. Deine Igelkinder sind sooo süß.
    Liebe Grüße
    Rita

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    1. Liebe Rita,
      es freut es mich zu lesen, dass es auch andere Gärtnerinnen gibt, die es mir gleich tun.
      Es ist ein Jammer, was im Herbst immer aus den Gärten geräumt, gesaugt und geblasen wird!! Dabei geht so viel wertvoller Humus verloren, der.....nicht´s kostet!
      Danke für Deinen Kommentar und hab eine schöne Woche.
      Gruß, Helge


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  4. Du sprichst mir aus der Seele. Ich kann nicht verstehen, dass so viele Gartenfreunde jedes Blättchen von ihren Beeten sammeln. Meine Staudenbeete überdeckt eine dicke Schicht Laub unserer Obstbäume. Einige Schubkarren wanderten zum Schluss noch auf den Kompost. So kommt das Laub später als wertvolle Komposterde zum Einsatz.

    Die Igelbilder sind allerliebst.
    Im Garten hält sich immer eine Igelfamilie auf.Aber nur ein Igel überwintert hier .Also, ich denke es ist immer derselbe. Er schläft, knurrt und raschelt direkt an einem Kellerfenster unter dichten Rhododendronbüschen. Da hat er einen dicken Laubhaufen angesammelt, in den er sich einkuschelt. Eigentlich könnte ich ihn wunderbar durch die Fensterscheibe beobachten, aber damit er nicht in seiner Winterruhe durch das Lampenlicht im Kellerraum gestört wird, verdunkeln wir das Fenster immer mit einer dicken Pappe.

    Deine Herbstaster sieht exakt so aus wie meine Winteraster, die jetzt gerade blüht. Sie ist auch nach einigen Frosttagen noch ansehnlich. Vielleicht hält deine Aster ja auch durch.
    Liebe Grüße,
    Anette

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    1. Du hast recht, liebe Anette, auch ich kenne Gartenbesitzer, die jedes Blättchen auf Knien aufsammeln und entsorgen. Ihre Gärten müssen immer klinisch sauber sein und selbst unter Hecken und Sträuchern hat Laub keine Chance. Es ist für mich unbegreiflich, denn Laub wird reinster Kompost und ist ein wertvoller Torfersatz.
      Schön zu lesen, dass Du es mir gleich tust!

      Die Igelfamilie war wirklich ein Erlebnis und wir haben einige Abende damit verbracht ihnen mit Taschenlampe hinterher zu rennen. Schöner als Fernsehen!

      Bei uns regnet es heute, - was sehr nötig ist,- schon den ganzen Tag und ich befürchte, dass das meinen Chrysanthemen nicht so sehr gefällt. Vielleicht kann ich mir ja morgen noch ein Sträußchen in´s Haus holen.
      Ich schicke Dir herzliche Grüße und bedanke mich für Deinen Kommentar,
      Helge

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