Montag, 18. Mai 2015

Schätze vom Dachboden


Vergangenen Winter habe ich auf unserem Dachboden herumgestöbert und alte Schätze entdeckt.
Teils beim Sperrmüll gefunden und einige habe ich vor dem Verschrotten auf dem Wertstoffhof gerettet.
Es sind alles Gebrauchsgegenstände, an die ich mich noch gut erinnern kann.
Nehmt euch ein bisschen Zeit, denn es kommen viele Bilder!

Hier ist ein Holz-Butterfass zu sehen. 



Diese Räder eines kleinen Leiterwagens haben eine Sperrmüllaktion überstanden und sind vor vielen Jahren bei uns auf dem Dachboden gelandet. 



Ein alter Schleifstein, der hin und wieder noch benützt wird.
Allerdings ist dies länger nicht mehr geschehen, denn es hat sich schon Moos auf dem Stein angesiedelt.



Eine alte Petroliumlaterne, die früher gute Dienste geleistet hat.



Zwar auch schon sehr in die Jahre gekommen, aber man könnte diese Schöpfkellen noch benützen.



Entsorgte Blumen-Tontöpfe, die ich am Wertstoffhof gefunden und vor dem Zerdeppern gerettet habe.



Man kann es sich gar nicht mehr vorstellen!
In diesem alten Waschtopf wurde früher unsere Kochwäsche gewaschen.



Zwar schon etwas moderner, aber auch dieses alte Hollandrad habe ich vor dem Sperrmüll gerettet und ihm einen Ehrenplatz im Eingangsbereich gegeben.



Noch so ein Relikt aus der Nachkriegszeit.
Mit diesem Karren haben die Bauern ihre vollen Milchkannen zu einer Milchsammelstelle gefahren.



Und in diesem Holzfass haben wir Weißkraut eingestampft und es wurde Sauerkraut davon.



Und nun noch ein kleiner Streifzug durch unseren Garten.

Die Quitten blühen zur Zeit wunderschön.
Meist gibt es eine reichliche Ernte, denn sie blühen fast immer erst nach den Eisheiligen und sind dadurch nicht so Frost gefährdet.
Ich mache hauptsächlich Marmelade davon. Köstlich und gesund!



Wie aus Porzellan!



Wilde Margeriten strahlen mit der Sonne um die Wette.
Nach den Aurikeln und Schneeglöckchen bereichern sie jetzt lange Zeit unsere Wiese.




Da, wo noch vor Kurzem Tulpen dominierten, bringen jetzt Zierlauch und Pfingstrosen Farbe in´s Beet.




Die erste Klatschmohnblüte.
Bald wird wieder der ganze Garten in einem leuchtenden Rot erstrahlen.
Sie sind eine Hummel- und Bienenweide!



Berg-Flockenblume, die einen immensen Vermehrungsdrang hat und gelegentlich in ihre Schranken gewiesen werden muss.



Goldlack, der den Winter gut überstanden hat.



Und auch die Akeleien tanzen nun munter durch den ganzen Garten.
Meine haben sich alle von einer einzigen Wildstaude vermehrt und viele bunte Farben sind im Laufe der Jahre entstanden.




Eine ehemals vergessene Zwiebel, die uns im Frühjahr nun schon Jahrelang mit frischem Grün versorgt.
In den Blüten werden sich bald unzählige Hummeln, Wild- und Honigbienen tummeln.



Ist sie nicht Imposant?
Ein Prachtexemplar von einer Rhabarberblüte.



Zum Schluss nun noch einen kurzen Blick von unserem Eingangsbereich in einen Teil des Gemüsegartens.



Ach, wenn ich nur ein bisschen mehr Lust hätte dieses technische Gerät hier zu bedienen. Ihr könntet viel öfter einen Beitrag von mir bekommen.
Aber: Ich bin leidenschaftlich gerne im Garten, wohin ich mich nun auch noch einmal begeben werde.
Habt alle zusammen eine gute Woche.....und wir hier in Franken hoffen weiterhin auf Regen!

Montag, 11. Mai 2015

Rhabarberkuchen - Rezept

Auf wiederholte Anfrage möchte ich gerne mein Rhabarberkuchen-Rezept weiter geben.

 
Zutaten für den Teig – für ein großes Blech -
         125 g Margarine oder Butter
         140 g Zucker
         450 g Mehl
             1 Ei
             1 Päckchen Backpulver
             1 Priese Salz
                ca. ½ Tasse Milch -etwa 150 ml- 
  Zutaten für den Belag
          ca 1 kg Rhabarber
           Zucker und Zimt zum Bestreuen

Zubereitung: Margarine, Zucker und Ei mit einer Gabel vermengen. Danach das mit     
                     Backpulver und Salz vermischte Mehl etwas untermischen und die Milch
                     dazugeben und alles gut verkneten, –am besten mit den Händen.- bis ein
                     ausrollfähiger Teig entstanden ist. Diesen auf ein eingefettetes und mit    
                     Semmelbrösel bestreutes Blech rollen und den Rhabarber darauf verteilen.
                     Anschließend dünn Zucker über den Rhabarber streuen und wenn gewünscht,
                     kann man noch Zimt und gehackte Mandeln darauf verteilen.  
  
 Tipp: Zum Ausrollen das Nudelholz immer gut einmehlen!
           Den Rhabarber erst schneiden, wenn der Teig auf dem Blech ist, da er sonst Wasser
           zieht.

Backen: Den belegten Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 16o°   20 – 25 Min. – Heißluft -
              backen. Danach herausnehmen und das Baiser darauf verteilen und nochmals
              15 Min. bei 160° backen. 
             
Zutaten für das Baiser
        4 – 5 Eiweiß
        pro Eiweiß  40 g Zucker
        auf ein großes Blech kann man 5 Eiweiß nehmen. Auch die Größe der Eier ist
        entscheidend.

Zubereitung des Baiser: Das Eiweiß ziemlich fest schlagen und dann den Zucker langsam
                                        einrieseln lassen und weiterhin tüchtig schlagen. Dann die Masse
                                        zügig auf dem Belag verteilen und nochmals 15 Min. backen.

 Tipp:
Ich habe gelesen, dass man Sahnesteif dazugeben kann. Für diese Menge würde ich es mit ca 2 Esslöffel versuchen.

Ich wünsche gutes Gelingen und guten Appetit!

Sonntag, 10. Mai 2015

Rhabarber - Kuchen - Zeit

 
Die Zeit des Rhabarberessens hat angefangen.
Stramm steht er da, mein Rhabarber, der so langsam in die Jahre kommt. Sein Stammbaum reicht bis in die 1950-er Jahre zurück. Ich rettete seinen Vater vor etwa 50 Jahren vor dem Rhabarberhimmel und pflanzte ihn in meinen Erstgarten, wovon ich vor etwa 30 Jahren ein kleines Wurzelstück mit in seine jetzige Heimat nahm.
Gutes "Futter" und reichlich Wasser erhalten ihn bei bester Gesundheit.  
 


Knackig und jung sind seine Stängel und lassen sich gut schneiden. Noch lasse ich die Schale dran.



Diesmal habe ich ihn mit einer Baiserhaube versehen. Manchmal kommen Streusel ´drauf. Je nach Wunsch der Familie.



Ein kleines Versucherle zwischen der Gartenarbeit.



Tierisches!
Schnirkelschnecke mit ihren großen Verwandten.



Unsere Bachstelze "Emma" hat in der Nähe ihre Kinderstube bezogen.
Näheres wissen wir aber nicht, denn sie kommt nur zum Baden zu uns.



In trauter Zweisamkeit.



Ein schmuckes Pärchen!
Heute habe ich entdeckt, dass sich die beiden auf Wildbienen spezialisiert haben. Hat mir ´grad nicht so gefallen! Die Natur hat das aber ( leider ) so eingerichtet. Groß frisst Klein!



"Ich hab dir schon hundertmal gesagt, du sollst in ein anderes Becken gehen!"



"Ok, vertragen wir uns wieder!"



Sie blühen unermüdlich, die Hornveilchen.



Bauernpfingstrose. Ob sie bis Pfingsten noch aushalten wird?



Und überall tanzt jetzt die Akelei einen Reigen.



Bunt gemischt sind ihre Farben.



Auch der Günsel reckt seine blauen Blütenkerzen in die Höhe.



Farn, der eine Nische für sich entdeckt hat und von Jahr zu Jahr mehr wird. Ich liebe ihn!



Ein kurzer Blick in den Gemüsegarten.
Flieder im Vordergrund, der es dieses Jahr geschafft hat an Muttertag in voller Blüte zu stehen.
Durch einen Wurzelausläufer habe ich mir dieses Bäumchen gezogen.
Eine Duftwolke begleitet mich jedesmal, wenn ich daran vorbei gehe....und das ist recht oft am Tag.


Freitag, 8. Mai 2015

Leimringe kontra Singvögel

 
Zur Zeit gibt es wieder Angebote
von Leimringen zur Schädlingsbekämpfung an Obstbäumen.
 
 
Dahingehend mache ich mir schon seit Jahren Gedanken, wie man diese, wenn schon unbedingt erforderlich, Insekten- und Vogelfreundlicher anbringen könnte.
Lese ich doch immer wieder, dass kleinere Singvögel, beim Versuch die kleben gebliebenen Insekten zu verspeisen, selbst hängen geblieben sind und sich nur schwer befreien konnten.
Auch tote Vögel, die nicht mehr davon los kamen, hat es immer wieder gegeben.

Erwähnen möchte ich noch, dass besagte Leimringe nur für das flugunfähige Frostspannerweibchen zum Nachteil sind und Apfelwickler bleiben allenfalls durch Zufall an ihnen hängen, da bei diesen auch die Weibchen fliegen können.


Wäre es nicht eine Möglichkeit die Leimringe mit einem Pappkragen zu schützen, was auch unzähligen Nützlingen zugute käme.


Der Pappkragen müsste natürlich unten abstehen, damit die flugunfähigen Weibchen nicht darüber hinwegkriechen.



Und jetzt komme ich zu einem ganz anderen Thema!

Dünger zum Nulltarif für den Gemüsegarten.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen Dünger herzustellen.
Ich nehme dazu 
verschiedene Kräuter.
Erst mal 
Brennnessel und Giersch in einen Plastikeimer schichten. Noch sind diese jung und müssen nicht unbedingt zerkleinert werden



Jetzt fülle ich mit Regenwasser auf.
 


Dazu kommen noch Ackerschachtelhalm, Beinwell...
 


...Spitzwegerich und Schafgarbe.

Das Gefäß locker verschließen und an einen sonnigen Platz stellen.
Täglich umrühren!
Nach etwa 5 - 8  Tagen ist die Jauche, die ziemlich streng riecht, gebrauchsfertig und kann 1 : 10 zum Düngen verwendet werden.
Die Jauche niemals auf trockene Beete ausbringen!!
Ich gieße immer erst etwas vor und bringe dann den Dünger aus.

Eine kleine Schaufel Gesteinsmehl, welches ich einstreue, bindet den strengen Geruch etwas.
 


Ein Amselvater....
 


...der seinen jungen Nachwuchs beobachtet.
 


Und morgen gibt es leckeren Rhabarberkuchen!
 

Samstag, 2. Mai 2015

Kleine Helfer wecken Interesse!


Welche Überraschung!

Mein Wildbienen-Artikel wurde vom “Schweizer Garten” weiter empfohlen und es haben sich überraschend viele Bienenfreunde dafür interessiert.
Ich freue mich sehr darüber und ich hoffe, dass nun ganz viele Eltern mit Begeisterung, mit ihren Kindern, schöne kleine...und auch große... Wildbienenhotels bauen. Auch der kleinste Balkon kann zur Herberge werden.

Und schon kann´s los gehen! 
Holzklotz suchen, Löcher rein bohren, Regenschutz ´drauf... aufhängen. Fertig!
Ich habe auch klein angefangen, mit einem Buchenklotz, in den ich Löcher bohrte, einen Haken daran befestigte und regengeschützt unter einen Dachvorsprung hängte.
Danach folgten schnell, als ich sah, dass viele "Wohnungen" bezogen und zugekleistert waren, größere Behausungen. Inzwischen habe ich eine ganze “Hotelkette” aufgebaut und vermiete in allen Preisklassen.
Wie ihr nachfolgend sehen könnt, ist auch gar nicht´s Spektakuläres dabei und jeder kann so etwas nachmachen.
Natürlich ist es schön, wenn man einen Garten und darin auch noch etwas Platz hat und mit Hölzchen, Stöckchen, Lehm und Bohrer, sich so richtig “austoben” kann.

So ähnlich habe ich angefangen und mit Begeisterung weiter gemacht.



 Dieses ausgediente Regenfass hat auch bald in seinen dicken Bauch Untermieter aufgenommen.



Um nicht so viele Dächer bauen zu müssen, habe ich vorhandene Dachüberstände als Regenschutz genutzt.
Da die untersten Hölzer keinen Regenschutz hatten, haben sie keine Löcher bekommen.



Wichtig auch, dass die "Hotels" in einer sonnigen Lage stehen.



Jeder Winkel wurde ausgenützt!



Aber auch so ´was darf´s mal sein!
Bestens geeignet als Geburtstagsgeschenk für einen kleinen Balkon, oder zur Motivation selber tätig zu werden.


Was ich allerdings auch als sehr wichtig ansehe ist, dass in nicht allzu weiter Entfernung den Bienchen ein Nektarangebot zur Verfügung stehen sollte.
Einheimische Wildpflanzen und Blumen mit ungefüllten Blüten werden gerne besucht. Gefüllte Blüten hingegen werden gemieden, denn sie bieten den Bienen wenig bis gar keine Pollen und Nektar.
Gute Informationen über Pflanzen, die für Insekten ideal sind, sind hier zu finden.
Ein riesiger Strauch einer Wilden Möhre lockt unzählige Insekten an. 



Und hier umarmt gerade eine ungefüllte, chinesische Heckenrose unser altes Regenfass.
Daneben stehen Levkojen und rechts unten schaut Frauenmantel in´s Bild.


Und nun werde ich in den Garten gehen und zwischen die Tulpenhorste, die am Verblühen sind und bald nicht mehr zu sehen sein werden, einjährige Wildblumen säen.